Topoi
Erstellt: 20-May-2006
Der Begriff des Topos (zu altgr. τόπoς, »Ort«) geht auf den grichischen Philosophen Aristoteles zurück; als Teilbereich der Rhetorik entwickelte er die Topik als Lehre von dem »Ort« im Gedächtnis, wo ein bestimmtes Argument gefunden werden kann.
In der heutigen Forschung wurde der Begriff von zahlreichen Disziplinen aufgegriffen, vor allem in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften, beispilsweise in den Disziplinen der Linguistik, der Literaturwissenschaft und der Bildwissenschaft; hier bezeichnet man als Topoi Kategorien und (Vorstellungs-) Bilder, die in einem bestimmten assoziativen Kontext stehen, der intersubjektiv kommunizierbar ist oder einfach »gewusst« wird. Es besteht also auch eine enge Verwandtschaft zum Motiv.
Ein Beispiel aus der Literatur: Ein bekannter Topos ist der des »lieblichen Orts« in der Natur (lat. locus amoenus), an dem die Handlung vorübergehend inne hält.
Topoi sind dynamisch, definitorisch allenfalls zu umreißen und stehen in einem engen kulturellen Kontext; sie entziehen sich daher der konventionellen hierarchischen Klassifikation. Andererseits eignen sich Topoi dadurch auch ideal für die Arbeit mit dem komplexen Seherlebniss von Bildern, das immer vielschichtig und mehrdimensional ist,
Toipoi der Aktfotografie
Dimensionen:
Ausdrucks- und Stilmittel:
Hintergründe/Ambiente/Umgebung:
Hilfsmittel:
Sujets/Themen
Menschen:
Siehe auch
Literatur
Edgar Mertner: »Topos und Commonplace«, in: Peter Jehn (Hrsg.): Toposforschung (Respublica Literaria 10). [1956]. Frankfurt am Main: Athenäum 1972. S. 20-68.
Netmarks
M. Fabii Quintiliani Institutio Oratoria Liber quintus,
www.thelatinlibrary.com/quintilian/quintilian.institutio5.shtml.
Meyer: Die Rhetorik des Aristoteles,
www.uni-potsdam.de/u/slavistik/vc/hmeyer/witz/arisrhe1.htm.
Erstellt: 20-May-2006
Der Begriff des Topos (zu altgr. τόπoς, »Ort«) geht auf den grichischen Philosophen Aristoteles zurück; als Teilbereich der Rhetorik entwickelte er die Topik als Lehre von dem »Ort« im Gedächtnis, wo ein bestimmtes Argument gefunden werden kann.
In der heutigen Forschung wurde der Begriff von zahlreichen Disziplinen aufgegriffen, vor allem in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften, beispilsweise in den Disziplinen der Linguistik, der Literaturwissenschaft und der Bildwissenschaft; hier bezeichnet man als Topoi Kategorien und (Vorstellungs-) Bilder, die in einem bestimmten assoziativen Kontext stehen, der intersubjektiv kommunizierbar ist oder einfach »gewusst« wird. Es besteht also auch eine enge Verwandtschaft zum Motiv.
Ein Beispiel aus der Literatur: Ein bekannter Topos ist der des »lieblichen Orts« in der Natur (lat. locus amoenus), an dem die Handlung vorübergehend inne hält.
Topoi sind dynamisch, definitorisch allenfalls zu umreißen und stehen in einem engen kulturellen Kontext; sie entziehen sich daher der konventionellen hierarchischen Klassifikation. Andererseits eignen sich Topoi dadurch auch ideal für die Arbeit mit dem komplexen Seherlebniss von Bildern, das immer vielschichtig und mehrdimensional ist,
Toipoi der Aktfotografie
Dimensionen:
Ausdrucks- und Stilmittel:
Hintergründe/Ambiente/Umgebung:
Hilfsmittel:
Sujets/Themen
Menschen:
Siehe auch
Literatur
Edgar Mertner: »Topos und Commonplace«, in: Peter Jehn (Hrsg.): Toposforschung (Respublica Literaria 10). [1956]. Frankfurt am Main: Athenäum 1972. S. 20-68.
Netmarks
M. Fabii Quintiliani Institutio Oratoria Liber quintus,
www.thelatinlibrary.com/quintilian/quintilian.institutio5.shtml.
Meyer: Die Rhetorik des Aristoteles,
www.uni-potsdam.de/u/slavistik/vc/hmeyer/witz/arisrhe1.htm.